Cap de ses Salines: der südlichste Punkt Mallorcas
Der Leuchtturm, der Blick nach Cabrera und der Naturstrand Es Caragol nach 30 Minuten zu Fuß. Ohne Bar, ohne Schatten, ohne Wasser.
Das Cap de ses Salines ist der südlichste Punkt Mallorcas. Ein Leuchtturm, eine Straße, die endet, flacher Fels und offenes Meer. An klaren Tagen sieht man den Cabrera-Archipel auf der anderen Seite des Kanals.
Kein Dorf, keine Promenade, keine Terrasse. Genau das ist der Reiz — und der Grund, vorbereitet zu kommen.
Was es gibt und was nicht
Es gibt einen Leuchtturm, einen Parkplatz und Küste. Keine Bar, keine Toiletten, keine Duschen, keinen Schatten, kein Trinkwasser. Das Nächste liegt mehrere Kilometer entfernt.
Im August brennt die Sonne ungebremst: Die Vegetation ist niedrig, es gibt keinen einzigen Baum zum Unterstellen. Wasser und Kopfbedeckung sind Pflicht.

Das Wasser am Kap, am 12. August 2025.
Es Caragol, der Strand, den kaum jemand betritt
Der Grund, aus dem Auto zu steigen. Vom Leuchtturm führt ein Küstenpfad von 1,5 bis 2 km, zu schaffen in etwa 30 Minuten. Der Weg ist uneben, aber nicht schwierig.
Am Ende liegt ein Strand aus feinem weißem Sand, rund 500 Meter lang und 60 Meter breit, ohne ein einziges Gebäude. Einer der wenigen unverbauten Strände der Insel — und ein Ort, an dem FKK üblich ist.
Auch dort gibt es nichts: keine Rettungsschwimmer, keine Strandbar, keine Duschen. Nur, was du mitbringst.
Woher diese Angaben stammen
Die Maße des Strandes und die Länge des Pfades stammen aus einem Strandverzeichnis, nicht aus einer amtlichen Quelle der Landesregierung. Wir geben sie als Anhaltspunkt an, nicht als Messung. Wer sie vor Ort anders erlebt hat, darf uns gern schreiben.
Eine Grenze, die kaum jemand erwähnt
Der Leuchtturm gehört zur Gemeinde Santanyí. Der Strand Es Caragol, eine halbe Stunde zu Fuß entfernt, gehört bereits zu ses Salines. Klingt nach Kartendetail, erklärt aber, warum in Reiseinfos zwei verschiedene Gemeinden für scheinbar denselben Ort auftauchen.
Anfahrt
Über die Straße vom Dorf ses Salines immer nach Süden, bis der Asphalt am Leuchtturm endet. Das letzte Stück ist schmal, aber asphaltiert.
Von Palma sind es rund 60 km, knapp eine Stunde.
Wann hinfahren
Die Mittagsstunden im Juli und August meiden. Nicht wegen der Menschenmengen — die sind hier geringer als in den Buchten im Osten —, sondern weil es auf der gesamten Strecke keinen Schatten gibt und der Weg nach Es Caragol dann lang wird.
Früh am Morgen oder am späten Nachmittag ist es ein völlig anderer Ort. Und außerhalb der Saison ist das Kap einer der wenigen Orte der Insel, die genauso sind wie im August — weil hier nichts aufmachen muss.